| |
|
Durch neue Unfallverhütungsvorschriften der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachen dürfen Feuerwehrangehörige nur noch mit besonderer Ausbildung eine Kettensäge bedienen. Damit auch die Ortsfeuerwehr Veltenhof im Einsatzfall gut gerüstet ist, besuchte Michael Heim einige Aufbaulehrgänge.
Diese Aufbaulehränge werden auch als Module bezeichnet.
Modul 1 "Grundkenntnisse":
Es sind grundlegende Kenntnisse zum Umgang mit der Motorsäge zu vermitteln:
- Aufbau und Funktion,
- Sicherheitseinrichtungen,
- Betriebsstoffe,
- Gefahren, die von der Motorsäge ausgehen und erforderliche Schutzmaßnahmen,
- Pflege und Wartung,
- Aufbau und Funktion der Schneidgarnitur,
- Handhabung und Umgang,
- Auswahl geeigneter Motorsägen,
- erforderliche persönliche Schutzausrüstung,
- Transport.
Es sind praktische Fertigkeiten zu vermitteln:
- Durchführung der Vergasereinstellung,
- Schärfen der Sägeketten, einschließlich Zahngeometrie, Nachsetzen des Schnitttiefenbegrenzers,
- Durchführung des Kettenwechsels und Einstellung der Kettenspannung,
- Betanken der Säge,
- Starttechniken,
- sicheres Tragen der Säge.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Modul 2 "Sägen am liegenden Holz, einschließlich der Bearbeitung von Holz in Spannung":
Es sind Kenntnisse zu vermitteln über:
Schnitttechniken, z.B.
- Fächerschnitt,
- Stechschnitt,
- Entlastungsschnitt,
- Spannungsminderungsschnitte,
- Reaktionen der Säge bei ein- und auslaufender Kette.
Spannungen im Holz, z.B.
- Ursachen und Verteilung von Spannungen,
- Auswirkungen von Spannungen,
- Bestimmen der Zug- und Druckseite.
Es sind praktische Fertigkeiten zu vermitteln:
- Sägen mit aus- und einlaufender Kette,
- Fächerschnitt,
- Stechschnitt,
- Beurteilung von Spannungen im Holz,
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Modul 3 "Fällen und Entasten von Bäumen":
Es sind Kenntnisse zu vermitteln über:
- Baumbeurteilung und -ansprache,
- Witterungs- und Umgebungseinflüsse,
- Fälltechniken im Schwach- und Starkholz; Nadel- und Laubholz, bei Vor- oder Rückhänger
- Bedeutung von Fallkerb, Bruchleiste und -stufe,
- Einsatz von Hilfswerkzeugen,
- Sicherheitsmaßnahmen beim Fällen, z.B.
- Fallbereich bestimmen,
- Fällrichtung bestimmen,
- Beseitigung von hängen gebliebenen Bäumen,
- seilunterstütztes Fällen,
- Entastungstechniken,
- Ergonomie bei der Arbeit mit der Motorsäge,
- sicherer Stand bei Fällen und Entasten.
Es sind praktische Fertigkeiten zu vermitteln:
- praktische Anwendung der theoretisch erworbenen Kenntnisse bei der Fällung von
mindestens einem Schwachholz- und einem Starkholzbaum, einschließlich deren
Entastung,
- Bewertung der Fälltechnik des Ausführenden,
- Demonstration einer seilunterstützten Fällung,
- Anwendung sicherer Methoden zum zu Fall bringen von hängen gebliebenen
Bäumen.
|
|
|
|
|
|